Warum schafft es kein österreichischer Verein auf das Niveau des FC Basel zu kommen ? Diese Frage stellt sich wohl so mancher rot-weiß-roter Fußballfan. Die Suche nach der Antwort auf diese Frage läuft.
Als Österreicher kann man derzeit nur neidisch Richtung Schweiz blicken: Während gerade einmal eine Mannschaft aus Österreich in dieser Saison die Gruppenphase eines Europacups erreichte und sich auch gleich wieder blamabel verabschiedete, schafften es in dieser Spielzeit immerhin gleich 2 schweizer Vereine in die Gruppenphase des Europacups. Die Young Boys aus Bern mischten trotz einer harten Europa League Gruppe, immerhin vom FC Liverpool, angeführt, bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg in das Sechzentelfinale mit. Der zweite schweizer Verein, der FC Basel, nahm diese Hürde hingegen souverän, schaltete in den KO-Spielen auch noch die beiden osteuropäischen Vereine Dnipro Dnipropetrovsk sowie Zenit St.Petersburg aus, und zeigte auch im Hinspiel gegen Tottenham eine starke Leistung. Selbst wenn es die Basler nicht in das Halbfinale der Europa League schaffen sollten, verzweifeln die österreichischen Fans dürften bereits ein wenig daran verzweifeln dass solche Kunststücke den österreichischen Vereinen zuletzt eher selten gelungen sind.
Bereits letztes Jahr bewiesen die Basler welch große internationale Reife sie besitzen und schalteten in der Gruppenphase immerhin den englischen Rekordmeister Manchester United aus. Angesichts der ähnlichen Kultur, der ähnlichen Art und der ähnlichen Größe, verwundert es wohl so manchen Österreicher warum es denn weder der SK Rapid, noch die Wiener Austria oder die Salzburger Bullen zuletzt so weit brachten wie der FC Basel 1893 in den vergangenen beiden Jahren.
Wirft man allerdings einen Blick auf die Scoutingabteilungen der österreichischen Bundesligisten schämt man sich schon ein wenig, sich mit den Eidgenossen zu vergleichen. Einzig und allein Red Bull Salzburg kann ein professionelles Scoutingnetzwerk aufweisen, alle anderen Vereine sind angewiesen auf schlichte Leistungsdaten und Empfehlungen von alten Bekannten oder Freunden des Vereins. Dies macht sich auch in der Transferpolitik der letzten Jahre bemerkbar. Einzig und allein die Salzburger konnten Talente wie Valon Berisha, Kevin Kampl, Sadio Mane, Somen Tchoyi, Alan und Jonathan Soriano, allesamt eher wenig bekannte Spieler aus dem Ausland, verpflichten, die beiden Wiener Großklubs beschränkten sich fast ausschließlich auf Spieler welche man in den österreichischen Stadien und Sportplätzen besichtigen kann, oder die irgendeinem Ex-Spieler oder Funktionär mal unter die Augen gelaufen sind (Bestes Beispiel: Dare Vrsic bei der Wiener Austria). Doch wenn sich diese mal die Mühe machen sollten und sich auch mal außerhalb der bekannten Grenzen aufhalten, landet man nicht selten richtige Transfer-Coups, aus denen man auch richtig Geld schlagen kann (Beispielsweise Nacer Barazite, Austria Wien).
Bekommt man also diese Fakten zu Gesicht, nämlich dass bei aktuell 20 professionellen Vereinen in Österreich exakt ein Scoutingnetzwerk existiert, hat man eigentlich schon den Hauptgrund für die schwächelnde Qualität und den nachlassenden internationalen Erfolg in der österreichischen Bundesliga gefunden.
Denn das Scouting ist wohl neben der sehr stabilen finanziellen Lage, einer der Hauptgründe dafür warum der FC Basel in Europa für Furore sorgt und die österreichischen Vereine im besten Fall das Sechzentelfinale der Europa League erreichen. Während die Schweizer bekanntlich aus den verschiedensten Ländern billige, talentierte Spieler verpflichten, bedienen sich österreichische Vereine nicht selten bei einem direkten Ligakonkurrenten. Immerhin spielt man gegen solche in Österreich ohnehin mindestens 4mal im Jahr. Da findet man doch sicherlich mal ein mehr oder weniger großes Talent.
Weder ein Park Joo-Ho, Mohammed Salah, Gaston Sauro, Jacques Zoua noch ein Aleksandar Dragovic würden heute bei den Baslern für Furore sorgen, hätte man nicht vor einigen Jahren ein professionelles Scoutingsystem bei dem schweizer Spitzenreiter eingeführt.
Im internationalen Spitzenfußball findet sich relativ schnell ein Verein der ebenfalls großen Profit aus seinem Scoutingsystem schlägt und daher durchaus mit dem Verein aus der drittgrößten Stadt der Schweiz verglichen werden kann: Borussia Dortmund. Spieler wie Shinji Kagawa, Robert Lewandowski, Nuri Sahin oder Lucas Barrios waren allesamt Ergebnisse dieses gut durchdachten Scoutings, welches in den letzten Jahren bei den Schwarz-Gelben anscheinend auf der gesamten Erdkugel intensivst betrieben wurde.
Ein weiterer Faktor für den anhaltenden Erfolg des FC Basel: Sollte ein Scout mal tatsächlich ein viel versprechendes Talent gefunden haben, was nicht gerade selten passiert, hält man diesen nicht bis in die Unendlichkeit beim Verein, sondern steht hoch dotierten Angeboten aus dem Ausland offen gegenüber.
Die beiden albanisch stämmigen Schweizer Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka sorgten beispielsweise sorgten vergangenes Jahr für den FC Basel in der Champions League für ordentlich Furore. Während an dieser Stelle wohl jeder österreichische Verein versucht hätte den Spieler so lange wie nur möglich im eigenen Verein zu halten, nahmen die Schweizer die beiden Angebote aus der deutschen Bundesliga ohne Bedenken an - natürlich nicht ohne einem gewissen finanziellen Hintergedanken. Es wurde genügend Geld eingenommen, welches man wiederum in Scouting sowie die Verpflichtung von talentierten Spielern investieren kann.
Die Basler werden allerdings auch verstanden haben dass einige Spieler wohl etwas muffig werden, sollte man Angebote von klar stärker einzuschätzenden Vereinen nicht annehmen. Dies hat natürlich keinerlei positive Auswirkungen auf die Moral der Spieler und die Stimmung innerhalb der Mannschaft.
Ermöglicht wird dies alles durch ein enorm intelligent agierendes Präsidium, welches bis Jänner noch unter der Führung von Gigi Oeri stand. Diese leistete in ihren 12,5 Jahren beim schweizer Traditionsklub sensationelle Arbeit, vor allem bewies sie die nötige Geduld und Reife um einen Verein wie den FC Basel an die europäische Spitze heranzuführen.
Diese von Oeri in den letzten Jahren geleistete Arbeit wird wohl auch von Bernhard Heusler perfekt weitergeführt werden. Es besteht daher kein Anlass zu befürchten, dass die Schweizer in den kommenden Jahren weder dem Geiz noch dem Kaufrausch verfallen würden. Stattdessen wird man wohl auch in Zukunft auf jene Faktoren aufbauen, welche die Basler aktuell von allen österreichischen und auch vielen anderen europäischen Vereinen unterscheidet:
Ausgeklügeltes Scouting, geschicktes Wirtschaften und jede Menge Geduld.
(mpesseg, 11.April 2013)
Donnerstag, 11. April 2013
Dienstag, 9. April 2013
Geschichten die der Fußball schreibt
22:25. 9.April 2013. Champions League Viertelfinale. Rückspiel. Signal Iduna Park, Dortmund. Eliseu. Schuß. Tor. Verzweiflung.
8 Minuten später: Hoffnung. Nochmals 2 Minuten später: grenzenloser Jubel.
Geschichten die der Fußball schreibt. Ein Liebesbrief an den König der Sportarten.
Nur wenige Sportarten sind derart unberechenbar wie der Fußball. Während ein Tennis -oder Volleyballspieler weiß dass der folgende Ball der entscheidende sein kann, während der Golfer weiß wie viele Schläge er benötigt um noch auf Platz 1 zu landen, während der Skifahrer weiß welche Zeit er benötigt um sich doch noch weiter vorne zu platzieren, während der Leichtathlet Sekunden nach dem Zieleinlauf weiß dass er gewonnen hat. Ja währenddessen kann im Fußball der selbe Ball auf der Tribüne, im Toraus, an der Latte oder exakt im Kreuzeck landen.
Für einen Infizierten ist es wohl eine Tortur von Personen, welche noch nicht von diesem unheilbaren, aber doch so weit verbreiteten Virus angesteckt wurden, der das Herz ständig zu neuen Höchstleistungen treibt, nach dem Sinn dieser Sportart befragt zu werden. Nicht selten hört man von diesen unwissenden, diesen unscheinbaren, diesen naiven Leuten Sätze wie "22 Maxerln die einem Ball nachrennen" oder "Ist ja nur ein Spiel".
Wie reagiert man am besten auf solche Aussagen ? Blankes Entsetzen ? Erklärungsversuche starten ?
Alles falsch. Am besten man erzählt ihnen von den legendären Spielen in mittlerweile 140 Jahren Fußballgeschichte. Wahrscheinlich gab es noch viel mehr solche als selbst jene Personen aufzählen können welche sich tagein, tagaus mit nichts anderem als mit diesem Sport beschäftigen. Denn nicht immer wurden solche Spiele auch dokumentiert. Dazu ist der Fußball einfach viel zu alt, zu groß war wohl auch die Freude der Beteiligten als dass sie sich noch die Mühe gemacht hätten die Geschehnisse Stück für Stück zu dokumentieren. Oder diese Personen konnten einfach nicht ahnen wie populär die Jagd nach den Toren, den Glücksmomenten, den Tränen und den Trophäen noch werden würde.
Und dennoch finden sich genügend legendäre Spiele in den Köpfen eines jeden Fußballfans.
Der Sieg im inoffiziellen WM-Finale von Uruguay 1950, als nach dem Schlusspfiff 200.000 Brasilianer im Stadion in Tränen ausbrachen, wäre zum Beispiele solch einer. Oder in demselben Jahr, bei derselben Weltmeisterschaft der Sieg des gnadenlosen Außenseiters USA gegen das Mutterland des Fußballs, England.
Oder 4 Jahre später das Viertelfinale zwischen Österreich und der Schweiz, welches die Österreicher schließlich mit 7:5 für sich entscheiden konnten.
Oder das WM-Finale zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn im selben Jahr. Der hoffnungslose Außenseiter aus Deutschland, Jahre zuvor noch von der gesamten Welt aufgrund der Geschehnisse unter Hitler geächtet, entscheidet das Spiel gegen die zu diesem Zeitpunkt wohl beste Mannschaft der Welt für sich.
Oder im Jahr 1966 als die nordkoreanische Nationalmannschaft, welche in den Jahren zuvor im Heimtland einkasserniert und gedrillt worden war, bei der Weltmeisterschaft in England die italienische Nationalmannschaft, angeführt von anerkannten Stars des internationalen Fußballs, sensationell besiegten.
Oder als 1970 Deutschland gegen Italien in letzter Minute eine Verlängerung erzwingt welche die Südländer schließlich mit 4:3 für sich entscheidet.
Oder 1986 als der legendäre, der skandalöse, der unglaubliche Diego Maradona im selben Spiel ein Tor per Hand und nach einem unglaublichen Dribbling über das halbe Spielfeld erzielt.
Oder als im Champions League Finale 1999 Bayern München in den letzten 4 Minuten gegen Manchester United noch den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gibt.
Oder als 2 Jahre später der Münchner Patrick Andersson Schalke noch den Titel des deutschen Meisters aus der Hand reißt.
Oder als 2004 der Außenseiter FC Porto, angeführt vom gerade einmal 40-jährigen Jose Mourinho, zur Überraschung aller die Champions League für sich entscheiden kann.
Oder , oder , oder ...
Eine Auflistung all dieser Spiele würde wohl ins Unendliche führen. Denn das was den Fußball, jene Sportart die sowohl Jung und Alt sowie Arm und Reich ausführen können, von allen anderen unterscheidet: Er ist unberechenbar. Eine einzelne Millisekunde, eine einzige falsche Bewegung mit dem Fuß, eine einzelne Fehlentscheidung eines Schiedsrichters kann über Sieg oder Niederlage, über Jubel oder Trauer entscheiden.
Auch heute, am 9.April 2013 um 22:35 setzte diese königliche Sportart wieder einmal ein Ausrufezeichen für seine Unüberschaubarkeit, seine Unzuverlässigkeit und seine launenhafte Art.
Als im Signal Iduna Park scheinbar alle 65.829 Personen im Stadion vergessen hatten warum sie eigentlich hier sind, warum sie den Fußball so lieben wie sonst nichts auf dieser Welt, da entschied er sich genau diesen Leuten, den Tausenden im Stadion, den Millionen vor den TV-Geräten die Augen zu öffnen.
Und so spielt es weder eine Rolle welches Tor eigentlich nicht hätte zählen dürfen, welcher Spieler nicht mehr auf dem Platz stehen hätte dürfen oder wie viele Minuten der Schiedsrichter nachspielen hat lassen.
Denn genau von diesen Eigenheiten lebt der Fußball.
(mpesseg, 9.April 2013)
8 Minuten später: Hoffnung. Nochmals 2 Minuten später: grenzenloser Jubel.
Geschichten die der Fußball schreibt. Ein Liebesbrief an den König der Sportarten.
Nur wenige Sportarten sind derart unberechenbar wie der Fußball. Während ein Tennis -oder Volleyballspieler weiß dass der folgende Ball der entscheidende sein kann, während der Golfer weiß wie viele Schläge er benötigt um noch auf Platz 1 zu landen, während der Skifahrer weiß welche Zeit er benötigt um sich doch noch weiter vorne zu platzieren, während der Leichtathlet Sekunden nach dem Zieleinlauf weiß dass er gewonnen hat. Ja währenddessen kann im Fußball der selbe Ball auf der Tribüne, im Toraus, an der Latte oder exakt im Kreuzeck landen.
Für einen Infizierten ist es wohl eine Tortur von Personen, welche noch nicht von diesem unheilbaren, aber doch so weit verbreiteten Virus angesteckt wurden, der das Herz ständig zu neuen Höchstleistungen treibt, nach dem Sinn dieser Sportart befragt zu werden. Nicht selten hört man von diesen unwissenden, diesen unscheinbaren, diesen naiven Leuten Sätze wie "22 Maxerln die einem Ball nachrennen" oder "Ist ja nur ein Spiel".
Wie reagiert man am besten auf solche Aussagen ? Blankes Entsetzen ? Erklärungsversuche starten ?
Alles falsch. Am besten man erzählt ihnen von den legendären Spielen in mittlerweile 140 Jahren Fußballgeschichte. Wahrscheinlich gab es noch viel mehr solche als selbst jene Personen aufzählen können welche sich tagein, tagaus mit nichts anderem als mit diesem Sport beschäftigen. Denn nicht immer wurden solche Spiele auch dokumentiert. Dazu ist der Fußball einfach viel zu alt, zu groß war wohl auch die Freude der Beteiligten als dass sie sich noch die Mühe gemacht hätten die Geschehnisse Stück für Stück zu dokumentieren. Oder diese Personen konnten einfach nicht ahnen wie populär die Jagd nach den Toren, den Glücksmomenten, den Tränen und den Trophäen noch werden würde.
Und dennoch finden sich genügend legendäre Spiele in den Köpfen eines jeden Fußballfans.
Der Sieg im inoffiziellen WM-Finale von Uruguay 1950, als nach dem Schlusspfiff 200.000 Brasilianer im Stadion in Tränen ausbrachen, wäre zum Beispiele solch einer. Oder in demselben Jahr, bei derselben Weltmeisterschaft der Sieg des gnadenlosen Außenseiters USA gegen das Mutterland des Fußballs, England.
Oder 4 Jahre später das Viertelfinale zwischen Österreich und der Schweiz, welches die Österreicher schließlich mit 7:5 für sich entscheiden konnten.
Oder das WM-Finale zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn im selben Jahr. Der hoffnungslose Außenseiter aus Deutschland, Jahre zuvor noch von der gesamten Welt aufgrund der Geschehnisse unter Hitler geächtet, entscheidet das Spiel gegen die zu diesem Zeitpunkt wohl beste Mannschaft der Welt für sich.
Oder im Jahr 1966 als die nordkoreanische Nationalmannschaft, welche in den Jahren zuvor im Heimtland einkasserniert und gedrillt worden war, bei der Weltmeisterschaft in England die italienische Nationalmannschaft, angeführt von anerkannten Stars des internationalen Fußballs, sensationell besiegten.
Oder als 1970 Deutschland gegen Italien in letzter Minute eine Verlängerung erzwingt welche die Südländer schließlich mit 4:3 für sich entscheidet.
Oder 1986 als der legendäre, der skandalöse, der unglaubliche Diego Maradona im selben Spiel ein Tor per Hand und nach einem unglaublichen Dribbling über das halbe Spielfeld erzielt.
Oder als im Champions League Finale 1999 Bayern München in den letzten 4 Minuten gegen Manchester United noch den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gibt.
Oder als 2 Jahre später der Münchner Patrick Andersson Schalke noch den Titel des deutschen Meisters aus der Hand reißt.
Oder als 2004 der Außenseiter FC Porto, angeführt vom gerade einmal 40-jährigen Jose Mourinho, zur Überraschung aller die Champions League für sich entscheiden kann.
Oder , oder , oder ...
Eine Auflistung all dieser Spiele würde wohl ins Unendliche führen. Denn das was den Fußball, jene Sportart die sowohl Jung und Alt sowie Arm und Reich ausführen können, von allen anderen unterscheidet: Er ist unberechenbar. Eine einzelne Millisekunde, eine einzige falsche Bewegung mit dem Fuß, eine einzelne Fehlentscheidung eines Schiedsrichters kann über Sieg oder Niederlage, über Jubel oder Trauer entscheiden.
Auch heute, am 9.April 2013 um 22:35 setzte diese königliche Sportart wieder einmal ein Ausrufezeichen für seine Unüberschaubarkeit, seine Unzuverlässigkeit und seine launenhafte Art.
Als im Signal Iduna Park scheinbar alle 65.829 Personen im Stadion vergessen hatten warum sie eigentlich hier sind, warum sie den Fußball so lieben wie sonst nichts auf dieser Welt, da entschied er sich genau diesen Leuten, den Tausenden im Stadion, den Millionen vor den TV-Geräten die Augen zu öffnen.
Und so spielt es weder eine Rolle welches Tor eigentlich nicht hätte zählen dürfen, welcher Spieler nicht mehr auf dem Platz stehen hätte dürfen oder wie viele Minuten der Schiedsrichter nachspielen hat lassen.
Denn genau von diesen Eigenheiten lebt der Fußball.
(mpesseg, 9.April 2013)
Borussia Dortmund - FC Malaga : Eine kurze Vorschau
In dieser neuen Kategorie wird der nahe der deutschen Stadt Dortmund lebende Felix einmal pro Woche seinen Meinung zu einem bestimmten Thema abgeben. Schaut also doch auch mal nächste vorbei um den neuesten Senf von Felix zu erfahren.
Das war also der erste Teil von "Mein Senf". Ich hoffe ihr schaut auch nächste Woche wieder vorbei.
"Mein Senf !"
Liebe Fußballfreunde,
die Dortmunder könnten heute Abend den größten Internationalen Triumph
der jüngeren Zeit perfekt machen.
Heute Abend könnten sie zum ersten mal seit 1998 in das Halbfinale der
UEFA Champions League einziehen.
Dafür müssen aber erst einmal die Andalusier vom FC Malaga besiegt
werden.
Der FC Malaga zeigte am Wochenende beim 2:4 gegen
Real Sociedad San Sebastian eine
desolate Leistung.
Malaga Trainer Pellegrini erfuhr am Samstag dass sein Vater gestorben
sei, auf dem Flug zum Spiel gegen San Sebastian wurde das Flugzeug der
Andalusier von 3 (!) Blitzen getroffen
weshalb das Flugzeug in Bilbao notlanden musste und sie die restliche Strecke
von 100 Kilometern mit dem Bus zurücklegten .
Direkt nach dem Spiel flog Manuel Pelligrini nach Chile zur Beerdigung,
und wird daher erst kurz vor dem Spiel in Dortmund eintreffen.
All diese Umstände spielen natürlich dem großen Favoriten aus Dortmund
in die Hände..
Im Hinspiel hätte Götze alleine alles klar machen können, doch die
Nerven des jungen Nationalspieler versagten gleich 3mal als er einige
Hochkaräter links liegen gelassen hat.
Doch wenn die beiden Offensivstars des BVB, Götze und Reus, auch nur annähernd
in einer solchen Hochform wie in den letzten Wochen spielen, haben die Andalusier sicherlich nur eine sehr
geringe Chance auf das Weiterkommen.
Meine Meinung:
Wenn Marco und Mario ihre Form bestätigen und auch Lewandowski zu alter
Stärke zurückfindet dürfte es für den BVB
durchaus machbar sein gegen die am Wochenende desolat auftretenden
Andalusier ins Halbfinale der CL einzuziehen.
Die voraussichtlichen Aufstellungen heute:
Borussia Dortmund:
Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Santana, Schmelzer - Gündogan, Kehl -
Reus, Götze, Großkreutz - Lewandowski
Trainer: Jürgen Klopp
FC Malaga:
Willy - Gamez, Demichelis, Lugano, Antunes - Toulalan, Camacho -
Joaquin, Julio Baptista, Isco - Saviola
Trainer: Manuel Pellegrini
Schiedsrichter: Thomson (Schottland)
Anpfiff:20:45
Mein Tipp: 3:1 für Borussia Dortmund
Das war also der erste Teil von "Mein Senf". Ich hoffe ihr schaut auch nächste Woche wieder vorbei.
Mfg Felix
(Felix , 9.April 2013)
Montag, 8. April 2013
Mögliche Ligareformen in Österreich
Ein in letzter zeit viel diskutiertes Thema: Das Reförmchen von Bundesliga und ÖFB, welches nur relativ wenige Unterschiede zum alten System bietet.
Noch als größte Veränderung kann die Tatsache angesehen werden dass neuerdings aus der Heute Für Morgen Erste Liga 2 Vereine auf alle Fälle absteigen. Die Relegation zwischen einem Erste Liga Klub und einem Regionalligisten fällt weg, was als durchaus positiv angesehen werden kann. Dennoch stellt sich die Frage ob nicht eine etwas größere Reform mehr Sinn gemacht hätte.
Ein Thema war zum Beispiel die Umstellung auf eine 16er Liga, eine 2.Liga sollte es dafür nicht mehr geben. Dies würde einerseits bedeuten dass die Vereine nicht mehr volle 36 Runden, sondern nur mehr 30 Runden spielen müssen. Ein weiterer positiver Aspekt ist dass die Mannschaften nicht mehr 4mal, sondern nur noch 2mal im Jahr aufeinander treffen. Im Endeffekt bedeutet dies weitaus spannendere Begegnungen, da sich die Mannschaften nicht mehr auswendig kennen, zumindest nicht so wie es in den aktuellen 10er Ligen der Fall ist. Des weiteren fällt die Relegation komplett weg, da 3 Absteiger in einer 16er Liga kein Problem darstellen sollten und somit aus jeder Regionalliga der Meister zweifelsohne aufsteigen kann.
Nach aktuellem Stand der Dinge steigen aus 3 Regionalligen nur 2 Meister auf, in einem Play-Off messen sich 2 Meister um den Aufstieg in den Profifußball. Der Gewinner steigt logischerweise auf, der Verlierer erhält eine "Aufwandsentschädigung". Daher kann eine Mannschaft, selbst wenn sie nach 6 Runden vor Ende der Meisterschaft bereits als Meister feststehen sollte, nicht für den Profifußball planen. Denn sollte im Play-Off eine Niederlage folgen wären alle Investitionen in Infrastruktur und Spielergehälter mehr oder wenig umsonst gewesen. Die finanzielle Unterstützung die der Verlierer des Play-Offs erhält ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, den Idealfall stellt diese Situation jedoch noch nicht dar.
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl wirft aber bezüglich der 16er Liga einige offene Fragen in den Raum. Werden sich in Österreich 16 verschiedene Vereine finden die eine ausgeglichene und spannende Liga darstellen ? Hätte die Umstellung auf lediglich 16 Profiteams überhaupt eine aus ökonomischer Sicht positive Veränderung zur Folge ?
Beide Frage können zwar etwas kompliziert, aber dennoch mit einem Kopfnicken erklärt werden. Frage Nummer 1: Hätte eine Umstellung auf die 16er Liga die Häufung von Kantern zur Folge ?
Nach aktuellem Stand der Dinge könnte man in Österreich wohl keine 16 Vereine stellen welche ungefähr auf dem selben Niveau spielen. Dadurch müssten die ersten paar Jahre in der 16er Liga wohl einige Vereine wie zum Beispiel St.Pölten, die Vienna oder Horn mehrere Debakel hinnehmen müssen. Doch wie sagt man so schön : "Aus Niederlagen lernt man". Nach mehreren Jahren hätte dies sehr wahrscheinlich zur Folge dass Vereine wie eben St.Pölten oder die Vienna sich an das Niveau gewöhnen, mit der Aufgabe wachsen und sich nicht mehr abschlachten lassen.
Daher kann man also davon ausgehen dass die ersten Jahre in einer 16er Liga bezüglich dem Abstiegskampf nicht ungeheuer spannend werden würden, doch nach einigen Jahren wären die verschiedenen Vereine sicherlich weit genug um in der Liga mit halten zu können. Außer vielleicht es stellt sich bei jenen Mannschaften eine typisch, österreichische Einstellung a lá "Die san hoid besser wie mia" ein.
Und finanziell könnte eine 16er Liga wohl durchaus Vereine vor dem Konkurs retten können. Die mediale Aufmerksamkeit ist in der Bundesliga bekanntlich um vieles größer als in einer 2.Leistungsklasse. Dadurch werden bessere Sponsoren angelockt, auch die TV-Gelder müssten auf weitaus weniger Vereine aufgeteilt werden. Daher würden eben auch Abstiegskandidaten ein etwas größeres Stück vom Geldkuchen der Bundesliga abbekommen.
Doch vielleicht wäre eine 16er Liga nicht einmal die beste Lösung, sondern ein etwas anderes System: Die Umstellung auf zwei 12er Ligen inklusive Play-Off. Durch diese Maßnahme wäre zwar die Anzahl an Vereinen um ein vielfaches größer, doch die Spannung in der Meisterschaft wäre um ein vielfaches größer. Aus diesen zwei 12er Ligen spielen nämlich nach 22 Runden in beiden Ligen die ersten 8 aus der ersten 12er Liga noch ein Play-Off mit Hin-und Rückrunde, die Punkte aus der Meisterschaft werden selbstverständlich mitgenommen. Diese 8 Mannschaften spielen um Meistertitel und Europacupplätze. Die letzten 4 Mannschaften aus der Ersten Liga spielen gegen die ersten 4 Mannschaften aus der Zweiten Liga, ebenfalls in einem Play-Off aus Hin-und Rückrunde. Hier können die Mannschaften natürlich nicht ihre Punkte aus den Meisterschaften mitnehmen, da man gegen völlig unterschiedliche Mannschaften gespielt haben. Stattdessen steigen die besten 4 Mannschaften aus diesem Play-Off schlicht und einfach in die Erste Liga auf. Dadurch könnten theoretisch sogar 4 Mannschaften aufsteigen, man hätte somit wirklich die "besten" Mannschaften in der Ersten Liga. Die letzten 8 aus der Zweiten Liga spielen ebenfalls ein Play-Off mit Hin-und Rückrunde, die Punkte aus der Meisterschaft dürfen natürlich mitgenommen werden. Die schlechtesten 3 Mannschaften steigen ab, die Meister aus der Regionalliga können ohne jegliche Bedenken aufsteigen.
Zwar würde man dem Fußball somit einen seiner wichtigsten Aspekte nehmen, nämlich das Ausbleiben eines Finales oder ähnlichem, doch würde somit beispielsweise in der Ersten Liga bis zur 22.Runde ein Kampf um Platz 8 entfacht werden. Dadurch entfallen langweilige Partien zwischen zwei Mittelständlern, in denen es nur noch um die goldene Ananas geht.
KURZFASSUNG:
Eine 16er Liga hätte keine Unausgeglichenheit innerhalb der Liga zur Folge, da die Mannschaften mit der Aufgabe wachsen. Auch finanziell hätte eine solche Ligareform keine negativen Folgen, im Gegenteil: Durch die geringere Anzahl an Profimannschaften können Sponsoren -und TV-Gelder deutlich einfacher aufgeteilt werden.
Ebenfalls eine Überlegung wert wäre die Umstellung auf zwei 12er Ligen inklusive Play-Offs. Dies hätte zur Folge dass kaum ein Spiel nur um die goldene Ananas gespielt wird. Allerdings würde dadurch dem Fußball auch möglicherweise das weggenommen werden was ihn so auszeichnet, nämlich das Ausbleiben jeglicher Entscheidungsspiele.
(mpesseg, 8.April 2013)
Noch als größte Veränderung kann die Tatsache angesehen werden dass neuerdings aus der Heute Für Morgen Erste Liga 2 Vereine auf alle Fälle absteigen. Die Relegation zwischen einem Erste Liga Klub und einem Regionalligisten fällt weg, was als durchaus positiv angesehen werden kann. Dennoch stellt sich die Frage ob nicht eine etwas größere Reform mehr Sinn gemacht hätte.
Ein Thema war zum Beispiel die Umstellung auf eine 16er Liga, eine 2.Liga sollte es dafür nicht mehr geben. Dies würde einerseits bedeuten dass die Vereine nicht mehr volle 36 Runden, sondern nur mehr 30 Runden spielen müssen. Ein weiterer positiver Aspekt ist dass die Mannschaften nicht mehr 4mal, sondern nur noch 2mal im Jahr aufeinander treffen. Im Endeffekt bedeutet dies weitaus spannendere Begegnungen, da sich die Mannschaften nicht mehr auswendig kennen, zumindest nicht so wie es in den aktuellen 10er Ligen der Fall ist. Des weiteren fällt die Relegation komplett weg, da 3 Absteiger in einer 16er Liga kein Problem darstellen sollten und somit aus jeder Regionalliga der Meister zweifelsohne aufsteigen kann.
Nach aktuellem Stand der Dinge steigen aus 3 Regionalligen nur 2 Meister auf, in einem Play-Off messen sich 2 Meister um den Aufstieg in den Profifußball. Der Gewinner steigt logischerweise auf, der Verlierer erhält eine "Aufwandsentschädigung". Daher kann eine Mannschaft, selbst wenn sie nach 6 Runden vor Ende der Meisterschaft bereits als Meister feststehen sollte, nicht für den Profifußball planen. Denn sollte im Play-Off eine Niederlage folgen wären alle Investitionen in Infrastruktur und Spielergehälter mehr oder wenig umsonst gewesen. Die finanzielle Unterstützung die der Verlierer des Play-Offs erhält ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, den Idealfall stellt diese Situation jedoch noch nicht dar.
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl wirft aber bezüglich der 16er Liga einige offene Fragen in den Raum. Werden sich in Österreich 16 verschiedene Vereine finden die eine ausgeglichene und spannende Liga darstellen ? Hätte die Umstellung auf lediglich 16 Profiteams überhaupt eine aus ökonomischer Sicht positive Veränderung zur Folge ?
Beide Frage können zwar etwas kompliziert, aber dennoch mit einem Kopfnicken erklärt werden. Frage Nummer 1: Hätte eine Umstellung auf die 16er Liga die Häufung von Kantern zur Folge ?
Nach aktuellem Stand der Dinge könnte man in Österreich wohl keine 16 Vereine stellen welche ungefähr auf dem selben Niveau spielen. Dadurch müssten die ersten paar Jahre in der 16er Liga wohl einige Vereine wie zum Beispiel St.Pölten, die Vienna oder Horn mehrere Debakel hinnehmen müssen. Doch wie sagt man so schön : "Aus Niederlagen lernt man". Nach mehreren Jahren hätte dies sehr wahrscheinlich zur Folge dass Vereine wie eben St.Pölten oder die Vienna sich an das Niveau gewöhnen, mit der Aufgabe wachsen und sich nicht mehr abschlachten lassen.
Daher kann man also davon ausgehen dass die ersten Jahre in einer 16er Liga bezüglich dem Abstiegskampf nicht ungeheuer spannend werden würden, doch nach einigen Jahren wären die verschiedenen Vereine sicherlich weit genug um in der Liga mit halten zu können. Außer vielleicht es stellt sich bei jenen Mannschaften eine typisch, österreichische Einstellung a lá "Die san hoid besser wie mia" ein.
Und finanziell könnte eine 16er Liga wohl durchaus Vereine vor dem Konkurs retten können. Die mediale Aufmerksamkeit ist in der Bundesliga bekanntlich um vieles größer als in einer 2.Leistungsklasse. Dadurch werden bessere Sponsoren angelockt, auch die TV-Gelder müssten auf weitaus weniger Vereine aufgeteilt werden. Daher würden eben auch Abstiegskandidaten ein etwas größeres Stück vom Geldkuchen der Bundesliga abbekommen.
Doch vielleicht wäre eine 16er Liga nicht einmal die beste Lösung, sondern ein etwas anderes System: Die Umstellung auf zwei 12er Ligen inklusive Play-Off. Durch diese Maßnahme wäre zwar die Anzahl an Vereinen um ein vielfaches größer, doch die Spannung in der Meisterschaft wäre um ein vielfaches größer. Aus diesen zwei 12er Ligen spielen nämlich nach 22 Runden in beiden Ligen die ersten 8 aus der ersten 12er Liga noch ein Play-Off mit Hin-und Rückrunde, die Punkte aus der Meisterschaft werden selbstverständlich mitgenommen. Diese 8 Mannschaften spielen um Meistertitel und Europacupplätze. Die letzten 4 Mannschaften aus der Ersten Liga spielen gegen die ersten 4 Mannschaften aus der Zweiten Liga, ebenfalls in einem Play-Off aus Hin-und Rückrunde. Hier können die Mannschaften natürlich nicht ihre Punkte aus den Meisterschaften mitnehmen, da man gegen völlig unterschiedliche Mannschaften gespielt haben. Stattdessen steigen die besten 4 Mannschaften aus diesem Play-Off schlicht und einfach in die Erste Liga auf. Dadurch könnten theoretisch sogar 4 Mannschaften aufsteigen, man hätte somit wirklich die "besten" Mannschaften in der Ersten Liga. Die letzten 8 aus der Zweiten Liga spielen ebenfalls ein Play-Off mit Hin-und Rückrunde, die Punkte aus der Meisterschaft dürfen natürlich mitgenommen werden. Die schlechtesten 3 Mannschaften steigen ab, die Meister aus der Regionalliga können ohne jegliche Bedenken aufsteigen.
Zwar würde man dem Fußball somit einen seiner wichtigsten Aspekte nehmen, nämlich das Ausbleiben eines Finales oder ähnlichem, doch würde somit beispielsweise in der Ersten Liga bis zur 22.Runde ein Kampf um Platz 8 entfacht werden. Dadurch entfallen langweilige Partien zwischen zwei Mittelständlern, in denen es nur noch um die goldene Ananas geht.
KURZFASSUNG:
Eine 16er Liga hätte keine Unausgeglichenheit innerhalb der Liga zur Folge, da die Mannschaften mit der Aufgabe wachsen. Auch finanziell hätte eine solche Ligareform keine negativen Folgen, im Gegenteil: Durch die geringere Anzahl an Profimannschaften können Sponsoren -und TV-Gelder deutlich einfacher aufgeteilt werden.
Ebenfalls eine Überlegung wert wäre die Umstellung auf zwei 12er Ligen inklusive Play-Offs. Dies hätte zur Folge dass kaum ein Spiel nur um die goldene Ananas gespielt wird. Allerdings würde dadurch dem Fußball auch möglicherweise das weggenommen werden was ihn so auszeichnet, nämlich das Ausbleiben jeglicher Entscheidungsspiele.
(mpesseg, 8.April 2013)
Sonntag, 7. April 2013
Michael Ambichl : Auf dem Weg in die Bundesliga ?
St.Pölten spielt wahrlich keine grandiose Saison. Mit dem Aufstieg hat man nicht viel zu tun, 9 Punkte liegt man bereits hinter Grödig und der Lustenauer Austria, welche sich den Titel zu großer Wahrscheinlichkeit untereinander ausmachen werden. Dennoch gibt es einige Lichtblicke bei der jungen Truppe: Allen voran Michael Ambichl.
Den rechten Mittelfeldspieler vom SKN St.Pölten zeichnet einerseits seine unglaubliche Schnelligkeit sowie Dynamik aus, doch auch technisch hat der gebürtige St.Pöltner einiges zu bieten. So auch zuletzt beim 2:1 Sieg von St.Pölten gegen BW Linz. Ambichl war an beiden Toren seiner Mannschaft beteiligt und zeigte auch ansonsten eine grandiose Leistung.
Der Mann mit der Nummer 8 ließ gegen den Tabellenletzten des öfteren sein enormes Potenzial mit dynamischen Vorstößen über die rechte Seite, präzisen Flanken und technischen Gusto-Stückerln aufblitzen.
Bereits Anfang der Saison war jedem bewusst dass Ambichl in dieser Saison endgültig der Durchbruch gelingen könnte. Denn der 21-jährige ist ein wahres St.Pöltner Urgestein und kann trotz seines jungen Alters bereits 116 Spiele in der Ersten Liga aufweisen.
Ein Blick auf die Leistungsdaten des Niederösterreichs unterstreicht die These nochmals er sei endgültig bereit für die Bundesliga. Kam er in der Vorsaison in 34 Einsätzen noch auf 8 Scorerpunkte (3 Tore, 5 Assists), so hält er in der Saison 2012/2013 nach gerade einmal 22 Einsätzen schon bei 11 Scorerpunkten (1 Tor, 10 Assists).
Kein Wunder also dass bereits einige Bundesligisten auf den Jungspund aufmerksam wurden. Allen voran Sturm Graz. Die Steirer sollen bereits in regen Verhandlungen mit Ambichl liegen. Dadurch dass dessen Vertrag diesen Sommer ausläuft können sich die "Schwoazen" nicht nur die Gespräche mit Ambichls Verein, sondern auch gleich eine Ablösesumme sparen.
Zwar geht man mit unterklassigen Spielern immer ein gewisses Risiko ein der Neuzugang könnte floppen, doch mit Lukas Thürauer zeigt bereits aktuell ein ehemaliger St.Pöltner bei der Admira regelmäßig starke Leistungen in der Bundesliga.
Tatsächlich scheint ein Transfer von Ambichl zu Sturm Graz nach aktuellem Stand der Dinge sehr wahrscheinlich, ein Blick auf den Kader von Peter Hyballa bestätigt diese Annahme.
Obwohl der Coach der Grazer meist mit einem flachen 4-4-2 spielen lässt fehlt der Mannschaft im ganzen Kader ein gelernter rechter Mittelfeldspieler. Entweder rückte der standardmäßige Rechtsverteidiger Leonhard Kaufmann etwas auf, der nominelle linke Mittelfeldspieler Haris Bukva begann auf der rechten Seite oder der offensive Mittelfeldspieler David Schloffer wich auf Rechts aus.
Keine idealen Bedingungen also. Ein rechter Mittelfeldspieler wird dringend benötigt, Ambichl scheint bereit für die Bundesliga zu sein.
Ein weiterer Grund welcher für einen Wechsel spricht: Die dynamische Spielweise von Ambichl passt ausgezeichnet in die Anforderungen eines Peter Hyballa, welcher bekannt für eine solches Spiel ist.
Es scheint also vieles für einen Wechsel von Ambichl nach Graz zu sprechen. Die Spielweise, der Preis, die Notdurft der Steirer im rechten Mittelfeld.
Daher bleibt eigentlich die einzig offene Frage ob 116 Erstliga-Spiele Bundesligaerfahrung wett machen können.
(mpesseg , 8.April 2013)
Den rechten Mittelfeldspieler vom SKN St.Pölten zeichnet einerseits seine unglaubliche Schnelligkeit sowie Dynamik aus, doch auch technisch hat der gebürtige St.Pöltner einiges zu bieten. So auch zuletzt beim 2:1 Sieg von St.Pölten gegen BW Linz. Ambichl war an beiden Toren seiner Mannschaft beteiligt und zeigte auch ansonsten eine grandiose Leistung.
Der Mann mit der Nummer 8 ließ gegen den Tabellenletzten des öfteren sein enormes Potenzial mit dynamischen Vorstößen über die rechte Seite, präzisen Flanken und technischen Gusto-Stückerln aufblitzen.
Bereits Anfang der Saison war jedem bewusst dass Ambichl in dieser Saison endgültig der Durchbruch gelingen könnte. Denn der 21-jährige ist ein wahres St.Pöltner Urgestein und kann trotz seines jungen Alters bereits 116 Spiele in der Ersten Liga aufweisen.
Ein Blick auf die Leistungsdaten des Niederösterreichs unterstreicht die These nochmals er sei endgültig bereit für die Bundesliga. Kam er in der Vorsaison in 34 Einsätzen noch auf 8 Scorerpunkte (3 Tore, 5 Assists), so hält er in der Saison 2012/2013 nach gerade einmal 22 Einsätzen schon bei 11 Scorerpunkten (1 Tor, 10 Assists).
Kein Wunder also dass bereits einige Bundesligisten auf den Jungspund aufmerksam wurden. Allen voran Sturm Graz. Die Steirer sollen bereits in regen Verhandlungen mit Ambichl liegen. Dadurch dass dessen Vertrag diesen Sommer ausläuft können sich die "Schwoazen" nicht nur die Gespräche mit Ambichls Verein, sondern auch gleich eine Ablösesumme sparen.
Zwar geht man mit unterklassigen Spielern immer ein gewisses Risiko ein der Neuzugang könnte floppen, doch mit Lukas Thürauer zeigt bereits aktuell ein ehemaliger St.Pöltner bei der Admira regelmäßig starke Leistungen in der Bundesliga.
Tatsächlich scheint ein Transfer von Ambichl zu Sturm Graz nach aktuellem Stand der Dinge sehr wahrscheinlich, ein Blick auf den Kader von Peter Hyballa bestätigt diese Annahme.
Obwohl der Coach der Grazer meist mit einem flachen 4-4-2 spielen lässt fehlt der Mannschaft im ganzen Kader ein gelernter rechter Mittelfeldspieler. Entweder rückte der standardmäßige Rechtsverteidiger Leonhard Kaufmann etwas auf, der nominelle linke Mittelfeldspieler Haris Bukva begann auf der rechten Seite oder der offensive Mittelfeldspieler David Schloffer wich auf Rechts aus.
Keine idealen Bedingungen also. Ein rechter Mittelfeldspieler wird dringend benötigt, Ambichl scheint bereit für die Bundesliga zu sein.
Ein weiterer Grund welcher für einen Wechsel spricht: Die dynamische Spielweise von Ambichl passt ausgezeichnet in die Anforderungen eines Peter Hyballa, welcher bekannt für eine solches Spiel ist.
Es scheint also vieles für einen Wechsel von Ambichl nach Graz zu sprechen. Die Spielweise, der Preis, die Notdurft der Steirer im rechten Mittelfeld.
Daher bleibt eigentlich die einzig offene Frage ob 116 Erstliga-Spiele Bundesligaerfahrung wett machen können.
(mpesseg , 8.April 2013)
Montag, 1. April 2013
Der Respekt voreinander ist groß
Diesen Dienstag beginnen endlich die Champions League Viertelfinal-Spiele. Vor allem der Schlager zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin lässt einige Fans mit der Zunge schnalzen. Wer Favorit in diesem Spiel ist ? Keiner.
Als die Champions League Viertelfinalspiele ausgelost wurden war in eigentlich allen Partien schnell ein Favorit ausgemacht : Dortmund scheint besser als Malaga , Real besser als Galatasaray und der FC Barcelona besser als die neureichen Pariser. Einzig und allein das Duell zwischen dem FC Bayern München und Juventus Turin bringt die Experten zum Schwitzen.
Aber die wichtigste Qualität der 3 zentralen Mittelfeldspieler ist die Fähigkeit perfekte und vor allem überraschende Pässe spielen zu können. Die beiden Stürmer Matri und Giovinco , letzt genannter wird vermutlich als hängende Spitze auflaufen , brauchen sich folgerichtig keinerlei Sorgen zu machen keine Bälle serviert zu bekommen.
Vor allem Pirlo wird oft versuchen Bälle in die Schnittstellen zwischen den Weißwurst-Verteidigern zu spielen um somit die Schnelligkeit von Giovinco und Matri einzusetzen.
Den Bayern-Außenverteidigern Lahm und Alaba wird das wohl eher weniger gefallen , denn sie sind daher einerseits in der Offensive gefragt um Druck auf Lichtsteiner und Peluso auszuüben , andererseits werden sie mit allen Mitteln verhindern müssen das genannte Schnittstellen entstehen.
Ein ähnliches Problem werden die defensiven Mittelfeldspieler der Bayern haben : Schweinsteiger und Gustavos Aufgabe wird es einerseits sein Druck auf die ballsicheren Juventus Spielmacher Pirlo , Marchisio und Vidal auszuüben , allerdings wird auch deren Aufgabe es sein hinten Löcher zu stopfen.
Juventus wird außerdem mit seinen 3 Innenverteidigern hinten enorm dicht stehen und somit Mandzukic sowie Kroos faktisch aus dem Spiel nehmen. Die Bayern werden dem wohl vor allem durch Ribery entgegen setzen , möglicherweise auch durch Robben auf der anderen Seite. Diese sollen ihre großen Stärken , die Schnelligkeit sowie das Dribbling ausspielen um die Juve-Innenverteidiger dazu zu zwingen Räume für andere Bayern zu öffnen. Ribery wird diese Rolle wohl zu hoher Wahrscheinlichkeit auf Links übernehmen , ob Müller oder Robben auf Rechts beginnt ist nur schwer zu erraten.
Allerdings spielt auch die aktuelle Tabellensituation bzw. Form der beiden Mannschaften keine unwesentliche Rolle. Bekannt ist dass beide Teams ihre Liga schon fast nach Belieben dominieren. So schlugen die Bayern vor kurzem erst den Hamburger SV mit 9:2 und bewies dabei einmal mehr welch hohe Fähigkeiten der Kader sowohl an Qualität als auch an Quantität besitzt.
Juventus ist im Gegensatz zu den Bayern allerdings offensiv nicht derart dominant. Viel eher baut man aus einer sicheren Defensive das Spiel behutsam auf um dann plötzlich mit einem genialen Pass zuzustechen. Die Bayern hingegen laufen mit der Masche "Angriff ist die beste Verteidigung" in der aktuellen Saison relativ gut. Dennoch wissen sowohl die Bayern Spieler um die Qualitäten der Turiner als auch umgekehrt. Daher werden die mit einem ausgeprägten Offensivsinn ausgestatteten Bayern sicherlich nicht ins offene Messer laufen. Dazu ist auch Bayern-Coach Heynckes viel zu routiniert.
FAKTEN :
Juventus Turin steht seit Runde 2 an der Tabellenspitze der Serie A , Bayern München ist seit Runde 1 der Bundesliga Tabellenführer. Beide Mannschaften werden wohl auch zu Saisonende auf diesen Plätzen verweilen.
Erfolgreichster Torschütze in der Liga bei Juventus ist Quagliarella mit 8 Treffern , bei Bayern übernimmt diesen Part Mario Mandzukic mit 15 Volltreffern. In der Champions League ist Quagliarella wiederum Juventus bester Schütze , bei Bayern traf Thomas Müller am öftesten. Beide konnte je 4 Tore erzielen.
(mpesseg , 1.April 2013)
Als die Champions League Viertelfinalspiele ausgelost wurden war in eigentlich allen Partien schnell ein Favorit ausgemacht : Dortmund scheint besser als Malaga , Real besser als Galatasaray und der FC Barcelona besser als die neureichen Pariser. Einzig und allein das Duell zwischen dem FC Bayern München und Juventus Turin bringt die Experten zum Schwitzen.
Aus taktischer Sicht ist das Spiel besonders interessant. Die Bayern werden vermutlich mit ihrem bewährten 4-2-3-1 an den Start gehen , die Turiner mit ihrem flachen 3-5-2 welches sich sowohl auf internationaler als auch nationaler Bühne bewährt hat. Offensiv werden die Münchner wohl vor allem den Weg über die Außen suchen , Juventus wohl eher über die Zentrale. Das Ziel der Bayern kann es nur sein die gelernten Außenverteidiger Lichtsteiner und Peluso auf eben jene defensiven Positionen zu pressen um den Italienern die Möglichkeit zu rauben über die Außen zum Erfolg zu kommen. Dadurch dass der Schweizer Lichtsteiner und der Winter-Neuzugang aus Bergamo die einzigen Außenspieler im System von Antonio Conte sind und die beiden Bayern-Außenverteidiger Alaba und Lahm viel Offensivdrang besitzen, hat Juventus dadurch eigentlich nur mehr die Möglichkeit über die Mitte den Weg zum Tor zu suchen.
Dank der 3 zentralen Mittelfeldspielern Pirlo , Vidal und Marchisio besitzt der italienische Meister mehr als nur genug Qualität um diesen auch zu finden. Das Trio gilt als enorm ballsicher , sowie mit einer guten Technik und Übersicht ausgestattet. Hin zu kommt dass Arturo Vidal , welcher selbst von 2007-2011 bei Bayer Leverkusen in der deutschen Bundesliga tätig war , enorm zweikampfstark ist und der 32 malige italienische Nationalspieler Claudio Marchisio bekannt für seine unheimliche Ausdauer ist.Aber die wichtigste Qualität der 3 zentralen Mittelfeldspieler ist die Fähigkeit perfekte und vor allem überraschende Pässe spielen zu können. Die beiden Stürmer Matri und Giovinco , letzt genannter wird vermutlich als hängende Spitze auflaufen , brauchen sich folgerichtig keinerlei Sorgen zu machen keine Bälle serviert zu bekommen.
Vor allem Pirlo wird oft versuchen Bälle in die Schnittstellen zwischen den Weißwurst-Verteidigern zu spielen um somit die Schnelligkeit von Giovinco und Matri einzusetzen.
Den Bayern-Außenverteidigern Lahm und Alaba wird das wohl eher weniger gefallen , denn sie sind daher einerseits in der Offensive gefragt um Druck auf Lichtsteiner und Peluso auszuüben , andererseits werden sie mit allen Mitteln verhindern müssen das genannte Schnittstellen entstehen.
Ein ähnliches Problem werden die defensiven Mittelfeldspieler der Bayern haben : Schweinsteiger und Gustavos Aufgabe wird es einerseits sein Druck auf die ballsicheren Juventus Spielmacher Pirlo , Marchisio und Vidal auszuüben , allerdings wird auch deren Aufgabe es sein hinten Löcher zu stopfen.
Juventus wird außerdem mit seinen 3 Innenverteidigern hinten enorm dicht stehen und somit Mandzukic sowie Kroos faktisch aus dem Spiel nehmen. Die Bayern werden dem wohl vor allem durch Ribery entgegen setzen , möglicherweise auch durch Robben auf der anderen Seite. Diese sollen ihre großen Stärken , die Schnelligkeit sowie das Dribbling ausspielen um die Juve-Innenverteidiger dazu zu zwingen Räume für andere Bayern zu öffnen. Ribery wird diese Rolle wohl zu hoher Wahrscheinlichkeit auf Links übernehmen , ob Müller oder Robben auf Rechts beginnt ist nur schwer zu erraten.
Interessant zu beobachten wird auch die Tatsache sein wie hoch die Bayern-Abwehrkette tatsächlich stehen wird. Am wahrscheinlichsten erscheint dass die Bayern mit einer hoch stehenden Kette inklusive Abseitsfalle versuchen die schnellen Stürmer Giovinco und Matri ins Abseits zu stellen.
Allerdings spielt auch die aktuelle Tabellensituation bzw. Form der beiden Mannschaften keine unwesentliche Rolle. Bekannt ist dass beide Teams ihre Liga schon fast nach Belieben dominieren. So schlugen die Bayern vor kurzem erst den Hamburger SV mit 9:2 und bewies dabei einmal mehr welch hohe Fähigkeiten der Kader sowohl an Qualität als auch an Quantität besitzt.
Juventus ist im Gegensatz zu den Bayern allerdings offensiv nicht derart dominant. Viel eher baut man aus einer sicheren Defensive das Spiel behutsam auf um dann plötzlich mit einem genialen Pass zuzustechen. Die Bayern hingegen laufen mit der Masche "Angriff ist die beste Verteidigung" in der aktuellen Saison relativ gut. Dennoch wissen sowohl die Bayern Spieler um die Qualitäten der Turiner als auch umgekehrt. Daher werden die mit einem ausgeprägten Offensivsinn ausgestatteten Bayern sicherlich nicht ins offene Messer laufen. Dazu ist auch Bayern-Coach Heynckes viel zu routiniert.
KURZFASSUNG :
Ein Favorit ist nur sehr schwer auszumachen. Zwar wird der FC Bayern möglicherweise das Kommando übernehmen , doch wird man wohl eher selten zu Chancen kommen. Eine wichtige Rolle wird vor allem die Tagesform der Bayern Außenspieler , in Namen Alaba , Lahm , Ribery und Robben bzw. Müller spielen , da der Weg über die Außen die sicherste Möglichkeit scheint um zum Torerfolg zu kommen.
Juventus hingegen wird versuchen durch die hohe individuelle Qualität im Mittelfeld Löcher in die Bayern Mannschaft zu reißen um die schnellen Stürmer Giovinco und Matri zu schicken. Möglicherweise werden die Bayern dies mit einer Abseitsfalle zu unterbinden versuchen.FAKTEN :
Von den letzten 10 Siegen konnte Juventus 3 Partien mit mehr als 2 Toren Unterschied für sich entscheiden (Udinese 4:0 , Celtic 3:0 , Siena 3:0) , Bayern konnte von den letzten 10 Siegen 4 mit mehr als 2 Toren für sich entscheiden (Mainz 3:0 , Schalke 4:0 , Werder 6:1 , HSV 9:2).
Juventus Turin steht seit Runde 2 an der Tabellenspitze der Serie A , Bayern München ist seit Runde 1 der Bundesliga Tabellenführer. Beide Mannschaften werden wohl auch zu Saisonende auf diesen Plätzen verweilen.
Erfolgreichster Torschütze in der Liga bei Juventus ist Quagliarella mit 8 Treffern , bei Bayern übernimmt diesen Part Mario Mandzukic mit 15 Volltreffern. In der Champions League ist Quagliarella wiederum Juventus bester Schütze , bei Bayern traf Thomas Müller am öftesten. Beide konnte je 4 Tore erzielen.
Das letzte Duell zwischen den beiden Mannschaften war ein 4:1 Sieg des FC Bayern in Turin. Es handelte sich dabei um ein Champions League Gruppenspiel im Jahr 2009. Von den 22 Spielern in der Startaufstellung stehen bei Juventus 2 , bei Bayern 6 Spieler noch in den aktuellen Kadern.
(mpesseg , 1.April 2013)
Ticketpreise im Vergleich (Österreichische Bundesliga)
Was kosten Tagestickets für Spiele der österreichischen Bundesliga ? Und wieviel zahlt man in der deutschen Bundesliga ? Wie viel kostet ein ballesterischer Ausflug in die Niederlande ? All dies gilt es in der Serie " Ticketpreise im Vergleich " zu klären.
Heute geht es los mit der österreichischen Bundesliga. Alle Preise behandeln natürlich nur die "neutralen" Tribünen. Wer Austrianer ist steht nun mal nicht auf der West-Tribüne im Hanappi. Wo wir auch schon beim Hanappi sind , starten wir doch gleich einmal beim Heimstadion "der besten Fans der Welt".
SK RAPID WIEN , GERHARD-HANAPPI STADION :
Wirklich aussagekräftig ist diese Tabelle natürlich erst nach 36 Runden. Dennoch kann man davon ausgehen dass sich diese Tabelle nicht mehr großartig verändern wird. Bei der Wiener Austria sowie bei Red Bull Salzburg ist das Preis-Leistungs Verhältnis mit Abstand am besten. Auf der Gegenseite sind die Preise für Sitzplätze in Mattersburg und Innsbruck doch recht happig.
Heute geht es los mit der österreichischen Bundesliga. Alle Preise behandeln natürlich nur die "neutralen" Tribünen. Wer Austrianer ist steht nun mal nicht auf der West-Tribüne im Hanappi. Wo wir auch schon beim Hanappi sind , starten wir doch gleich einmal beim Heimstadion "der besten Fans der Welt".
SK RAPID WIEN , GERHARD-HANAPPI STADION :
- Süd-Tribüne : 32€ (Vollpreis) , 28€ (Ermäßigt) , 12€ (Kind)
- Nord-Tribüne : 28€ (Vollpreis) , 24€ (Ermäßigt) , 11€ (Kind)
Rapid verlangt auch dementsprechend genug Geld. Um ein Heimspiel des Bundesligisten anzusehen zahlt man im Durchschnitt immerhin stolze 22,5€ (Kinderpreise inkludiert). Bei Spitzenspielen zahlt man sogar noch etwas mehr , dies wird allerdings bei allen Vereinen der Fall sein.
Es ist außerdem zu empfehlen Tickets vorzubestellen , denn die Heimspiele der Rapidler sind oft genug ausverkauft.
Es ist außerdem zu empfehlen Tickets vorzubestellen , denn die Heimspiele der Rapidler sind oft genug ausverkauft.
RED BULL SALZBURG , WALS-SIEZENHEIM ARENA :
- Oberrang Ost-und Westtribüne : 26€ (Vollpreis) , 20€ (Ermäßigt) , 10€ (Kind)
- Oberrang Nord- Süd -und Kurventribüne : 17€ (Vollpreis) , 13€ (Ermäßigt) , 5€ (Kind)
- Unterrang Ost-und Westtribüne : 23€ (Vollpreis) , 18€ (Ermäßigt) , 7€ (Kind)
- Unterrang Nordtribüne und Kurvenplätze : 16€ (Vollpreis) , 12€ (Ermäßigt) , 5€ (Kind)
- Unterrang Familienkurve : 15€ (Vollpreis) , 11€ (Ermäßigt) , 3€ (Kind)
- Unterrang Südtribüne (Stehplätze) : 13€ (Vollpreis) , 10€ (Ermäßigt) , 3€ (Kind)
Die Karten für Spiele in der Wals-Siezenheim Arena sind deutlich billiger. Sei es aufgrund des finanzstarken Sponsors oder aufgrund der eher niedrigen Nachfrage: In Salzburg bekommt man wohl in ganz Österreich eines der besten Angebote im Preis/Leistungs Verhältnis. Ein Sitzplatz kostet im Durchschnitt 13,4€ (inklusive Kinder). Für Familien gibt es auf der Familienkurve ein besonderes Goodie : Für 30€ können 2 Erwachsene so viele Kinder mitnehmen wie sie möchten. Unter Kindern versteht man hierbei 6-14 Jährige.
FK AUSTRIA WIEN , GENERALI ARENA :
FK AUSTRIA WIEN , GENERALI ARENA :
- Nordtribüne : 20€ (Vollpreis) , 17€ (Ermäßigt) , 8€ (Kinder)
- Südtribüne : 23€ (Vollpreis) , 19€ (Ermäßigt) , 10€ (Kinder)
- Westtribüne : 18€ (Vollpreis) , 15€ (Ermäßigt) , 8€ (Kinder)
15,35€ zahlt man bei der Wiener Austria im Durchschnitt. Auch hier bekommt man so einiges geboten , bedenkt man dass die Veilchen mit 13 Punkten Vorsprung bereits heftigst mit dem Meistertitel 2013 kuscheln. Auch hier zahlt man bei Tospielen (Rapid, Salzburg, Sturm) ein wenig drauf.
WOLFSBERGER AC , LAVANTAL ARENA :
WOLFSBERGER AC , LAVANTAL ARENA :
- Osttribüne (Stehplatz) : 13€ (Vollpreis) , 11€ (Ermäßigt) , 6€ (Kinder)
- Osttribüne (Sitzplatz) : 18€ (Vollpreis) , 16€ (Ermäßigt) , 8€ (Kinder)
In Wolfsberg sind die durchschnittlichen Preise für einen Sitzplatz leicht auszurechnen , immerhin ist hierfür nur die Osttribüne zu gebrauchen. Durchschnittlich zahlt man für einen solchen 14€ und damit sogar etwas mehr als in Salzburg. Sollte der aktuelle Lauf der Kärntner in der Liga anhalten wäre es auch hier , allerdings aufgrund des fehlenden Kontingents , zu empfehlen vorzubestellen.
STURM GRAZ , UPC ARENA :
STURM GRAZ , UPC ARENA :
- Sektoren 2-6/16/17/19/20 : 30€ (Vollpreis) , 22€ (Ermäßigt) , 12€ (Kinder)
- Sektoren 7/15/21 : 28€ (Vollpreis) , 20€ (Ermäßigt) , 9€ (Kinder)
- Sektoren 1/8/14/22/25/26 : 23€ (Vollpreis) , 18€ (Ermäßigt) , 8€ (Kinder)
- Familiensektoren 23/24 : 19€ (Vollpreis) , 13€ (Ermäßigt) , 6€ (Kinder)
Die Unterteilung in der UPC-Arena funktioniert etwas anders als in den restlichen Stadien. So stehen für neutrale Fans insgesamt 20 Sektoren zur Verfügung. Dabei zu beachten ist allerdings dass torseitig für Kinder nur auf den Sektoren 22 , 23 und 24 Platz zur Verfügung steht. Mit einem durchschnittlichen Preis von 17,35€ für einen Sitzplatz (inkl. Kinder) platziert sich Sturm im oberen Bereich dieser Tabelle. Wie auch bei Rapid gilt hier die große Nachfrage als Begründung. Da die Arena auch des öfteren ausverkauft ist , wäre eine Vorbestellung empfehlenswert.
ADMIRA WACKER MÖDLING , SÜDSTADT :
- Haupttribüne (Kategorie 1) : 25€ (Vollpreis) , 20€ (Ermäßigt) , 9€ (Kinder)
- Haupttribüne (Kategorien 2 , 3) : 17€ (Vollpreis) , 14€ (Ermäßigt) , 6€ (Kinder)
- Osttribüne (Stehplatz) : 16€ (Vollpreis) , 13€ (Ermäßigt) , 7€ (Kinder)
Wie die Maria Enzersdorfer ihre hohen Preise von immerhin 15,2€ für einen durchschnittlichen Sitzplatz (inkl. Kinder) begründen steht nicht fest. Einerseits wird nicht gerade großartiger Fußball bei den Südstädtern geboten , hin zu kommt noch die geringe Nachfrage an Tickets. Vielleicht möchte man damit auch für die relativ billigen Abo-Tickets werben.
FC WACKER INNSBRUCK , TIVOLI NEU :
- Osttribüne : 20€ (Vollpreis) , 18€ (Ermäßigt) , 5€ (Kinder)
- Haupttribüne : 22€ (Vollpreis) , 20€ (Ermäßigt) , 5€ (Kinder)
- Südtribüne : 20€ (Vollpreis) , 18€ (Ermäßigt) , 5€ (Kinder)
Besonders erwähnenswert bei den Innsbruckern sind die niedrigen Kinderpreise , egal auf welcher Tribüne man sich befindet. Auch wenn die Innsbrucker Fans in dieser Saison bereits für einen Spielabbruch sorgten (daheim gegen Sturm Graz , 17.Runde) locken die Innsbrucker mit ihren Angeboten vor allem Familien. So erhält man auf der Osttribüne ein Familien-Ticket (2 Erwachsene + 4 Kinder) um 32€. Durchschnittlich zahlt man für einen Sitzplatz in Innsbruck 14,8€ (inkl. Kinder). Angesichts der schwachen sportlichen Situation nicht gerade wenig.
SV MATTERSBURG , PAPPELSTADION :
- Zone B (Sitzplatz) : 22€ (Vollpreis) , 18€ (Ermäßigt) , 9€ (Kinder)
- Zone B (Stehplatz) : 18€ (Vollpreis) , 14€ (Ermäßigt) , 4€ (Kinder)
- Zone A/C (Stehplatz) : 14€ (Vollpreis) , 12€ (Ermäßigt) , 3€ (Kinder)
Das Pappelstadion in Mattersburg wird in Zonen geteilt. Die Zonen A und C befinden sich hinter dem Tor. Lobenswert ist dass man kleine Ermäßigungen (um die 70 Cent) erhält wenn man sich die Tickets im Vorverkauf abholt. Dies sollte man auch tun , zumindest wenn man sich einen Sitzplatz ergattern will. Dieser kostet im Durchschnitt (inkl. Kinder) immerhin 16,35€. Nicht gerade billig.
SV RIED , KEINE SORGEN ARENA :
- Nord - und Südtribüne : 18€ (Vollpreis) , 15€ (Ermäßigt) , 6€ (Kinder)
- Osttribüne : 14€ (Vollpreis) , 12€ (Ermäßigt) , 6€ (Kinder)
Möchte man ein Spiel im Innviertel besuchen zahlt man für einen Sitzplatz durchschnittlich 11,8€. Dieser Wert kann sich durchaus sehen lassen , nimmt man auch noch den Faktor hinzu dass die Rieder doch relativ erfolgreichen Fußball spielen. Als Kinder werden hier außerdem 7-15 jährige angesehen was als ebenfalls sehr großzügig bezeichnet werden kann. Allerdings : Für Topspiele zahlt man als Vollpreiszahler oder Ermäßigter stolze 5€ drauf.
SC WIENER NEUSTADT , STADION STADT WIENER NEUSTADT :
- Westtribüne : 18€ (Vollpreis) , 15€ (Ermäßigt) , 7€ (Kinder)
- Osttribüne (Stehplatz) : 14€ (Vollpreis) , 12€ (Ermäßigt) , 4€ (Kinder)
- Südtribüne (Stehplatz) : 11€ (Vollpreis) , 9€ (Ermäßigt) , 3€ (Kinder)
Überdachte Sitzplätze sind nur auf der Westtribüne zu ergattern. Folgerichtig ist auch diese als einzige immer relativ voll. Für diese zahlt man im Durchschnitt 13,35€ (inklusive Kinder).
FAZIT:
Ist man nicht wählerisch ist es aufgrund der fehlenden Nachfrage relativ einfach an Tickets für Spiele der österreichischen Bundesliga zu kommen. Einige Stadien haben schon einiges miterlebt und wirken etwas urig, daher sind diese auch für Groundhoppers sicherlich geeignet.
Alleinig bei Heimspielen von Rapid, Sturm und vielleicht auch demnächst der Wiener Austria ist es notwendig Karten vorzubestellen. Bei Topspielen , die Rede ist von Rapid , Sturm , der Austria und Salzburg , zahlt man in der Regel zwischen 3 und 7 Euro drauf , was man in seine Planungen einberechnen sollte.
Ist man nicht wählerisch ist es aufgrund der fehlenden Nachfrage relativ einfach an Tickets für Spiele der österreichischen Bundesliga zu kommen. Einige Stadien haben schon einiges miterlebt und wirken etwas urig, daher sind diese auch für Groundhoppers sicherlich geeignet.
Alleinig bei Heimspielen von Rapid, Sturm und vielleicht auch demnächst der Wiener Austria ist es notwendig Karten vorzubestellen. Bei Topspielen , die Rede ist von Rapid , Sturm , der Austria und Salzburg , zahlt man in der Regel zwischen 3 und 7 Euro drauf , was man in seine Planungen einberechnen sollte.
Eine tabellarische Auflistung der Kartenpreise (Durchschnittswert der Sitzplätze , inklusive Kinder) :
- SV Ried ( Ø 11,8€)
- SC Wiener Neustadt ( Ø 13,35€)
- Red Bull Salzburg ( Ø 13,4€)
- Wolfsberger AC ( Ø 14€)
- FC Wacker Innsbruck ( Ø 14,8€)
- Admira Wacker Mödling ( Ø 15,2€)
- Austria Wien ( Ø 15,35€)
- SV Mattersburg ( Ø 16,35€)
- Sturm Graz ( Ø 17,35€)
- Rapid Wien (Ø 22,5€)
Münzt man diese Preise etwas um und vergleicht sie mit der aktuellen Punktesituation in der Tabelle (nach 27 gespielten Runden) ergibt sich ein Wert an Cent welchen man pro Punkt zahlt. Daraus ergibt sich folgendes Bild :
- Austria Wien (24 Cent pro Punkt)
- Red Bull Salzburg (26 Cent pro Punkt)
- SV Ried (34 Cent pro Punkt)
- Wolfsberger AC (36 Cent pro Punkt)
- Sturm Graz (40 Cent pro Punkt)
- SC Wiener Neustadt (53 Cent pro Punkt)
- SK Rapid Wien (54 Cent pro Punkt)
- Admira Wacker Mödling (61 Cent pro Punkt)
- SV Mattersburg (63 Cent pro Punkt)
- FC Wacker Innsbruck (67 Cent pro Punkt)
Wirklich aussagekräftig ist diese Tabelle natürlich erst nach 36 Runden. Dennoch kann man davon ausgehen dass sich diese Tabelle nicht mehr großartig verändern wird. Bei der Wiener Austria sowie bei Red Bull Salzburg ist das Preis-Leistungs Verhältnis mit Abstand am besten. Auf der Gegenseite sind die Preise für Sitzplätze in Mattersburg und Innsbruck doch recht happig.
Wie unsere Ticketpreise schlussendlich im internationalen Vergleich abschneiden wird man erst in den kommenden Tagen und Wochen erfahren , wenn mehrere Ligen in die Serie " Ticketpreise im Vergleich " hinzustoßen.
(mpesseg , 1.April 2013)
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